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Schul ICT :: Newsletter Nueri-Warum IC Tim Unterricht
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Liebe Kolleginnen und Kollegen
Es ist wichtig, vielfältige Einsatzmöglichkeiten des Computers im Unterricht zu kennen. Es ist aber genauso wichtig zu wissen, weshalb wir den Computer überhaupt im Unterricht einsetzen sollen.
Kritische Ausssagen von Lehrkräften zum Computereinsatz im Unterricht:
Meine Antwort darauf:
Die Welt verändert sich. Gerade die digitalen Medien beeinflussen die heutige Welt stark. Sie sind auch Teil der Lebenswelt der Kinder. Davor kann die Schule die Augen nicht verschliessen. Der Computer hat gegenüber herkömmlichen Mitteln (Arbeitsblätter, u.a.) Vor- und Nachteile. Es gilt diese zu erkennen und entsprechend zu nutzen. Dabei ist der Computer kein Ersatz für sinnliche Erfahrungen. Vielmehr ist er eine Ergänzung und Bereicherung.
Zunächst eine Klärung des Begriffs ICT:
"Die Abkürzung ICT steht für «Informations- und Kommunikationstechnologie». ICT umfasst die – vorab digitalen – technischen Mittel und Verfahren für die Verarbeitung von Informationen und die Kommunikation. ICT spielt für Medien eine immer wichtigere Rolle."
(Zitat: Broschüre "Erfolgreich unterrichten mit Medien und ICT", BD Kt. ZH, 2005)
Die unten aufgeführte Argumentensammlung stammt von Prof. Dr. Beat Doebeli und Dr. Vincent Tschertscher vom ICT-Kompetenzzentrum TOP der Fachhochschule Nordwestschweiz (http://www.icttop.ch/). Der vollständige Text und weiterführende Quellenangaben sind publiziert unter http://www.school-ict.ch/Main/WarumICT.
ICT ist eine neue Kulturtechnik. Bereits heute sind Menschen ohne ICT-Kenntnisse von gewissen kulturellen und gesellschaftlichen Aktivitäten ausgeschlossen und somit benachteiligt. Wer an der Mitgestaltung der Gesellschaft von morgen aktiv teilnehmen will, benötigt ICT-Wissen. Der Umgang mit dieser neuen Kulturtechnik muss gepflegt werden, indem die Lehrer/innen den mass- und sinnvollen Umgang vorleben und weitergeben. Deshalb muss die Vermittlung von Medienkompetenz bereits in der Primarschule beginnen. Unter Medienkompetenz verstehen wir den effizienten und effektiven Gebrauch von ICT im Alltag sowie den kompetenten und verantwortungsbewussten Umgang mit den problematischen Aspekten und der Herausforderungen der Informationsflut insbesondere im Zusammenhang mit dem Internet.
Es ist Aufgabe der Schule, die Chancengleichheit im Bereich der Ausbildung zu wahren. Um die Gefahr einer digitalen Spaltung ("Digital Divide") der Informationsgesellschaft zu verhindern, ist die Vermittlung des sinnvollen und effizienten Umgangs mit ICT in der Schule notwendig.
Durch den koordinierten Einsatz von Lernsoftware lässt sich der Unterricht gut individualisieren. Die Schüler/innen können das Lerntempo den eigenen Fähigkeiten angleichen. Auf diese Weise werden Begabungen gezielt gefördert und allfällige Schwächen verringert.
Der Computer ermöglicht neue Methoden zur Visualisierung und Vermittlung von Sachverhalten. Vielfältige Präsentationsformen kommen den unterschiedlichen Lerntypen der Schüler/innen entgegen und fördern das Lernen.
Die Bildungsdirektion des Kantons Zürich hat im Jahr 2005 eine «Handreichung für die Volksschule» mit dem Titel «Erfolgreich unterrichten mit Medien und ICT» publiziert. Das Kapitel «Auftrag und Chance», das u.a. die Frage nach dem "Warum" behandelt, habe ich euch als Attachment mitgeschickt. Es ist interessant, die zwei Seiten zu lesen.
Das vollständige Dokument kann unter http://www.schulinformatik.ch/downloads/Unterrichten_mit_Medien_ICT.pdf heruntergeladen werden.
Wie siehst du den Einsatz des Computers im Unterricht: Notwendig oder überflüssig? Wichtig oder unsinnig? Bereicherung oder Belastung?
Unterhalte dich mit einer Kollegin oder einem Kollegen darüber und erfahre ihre/seine Meinung. Pflege den Austausch. Über Rückmeldungen zum Thema freue auch ich mich sehr.
Liebe Grüsse
Thomas