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Schul ICT :: Newsletter Nueri-Sozialformen
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Liebe Kolleginnen und Kollegen
Welche Sozialformen sollen oder können eigentlich bei der Arbeit am Computer zum Einsatz kommen? Es sind viele Formen denkbar und sinnvoll. Das kommt selbstverständlich auf den jeweiligen Einsatzbereich an.
Hier eine Erläuterung zu drei Sozialformen:
EA am Computer ist sinnvoll beim Einsatz von Lernprogrammen, bei denen es um reines Üben und Trainieren geht ("Drill & Practice"). Beispiele dafür sind etwa die Arbeit mit Blitzrechnen oder der Envol-Lernsoftware. Auch bei individuellen kreativen Aufgabenstellungen kann EA Sinn machen.
EA ist aber nur eine möglich Sozialform. Auch am Computer sollen andere Sozialformen nicht zu kurz kommen.
Zwei Schüler/innen arbeiten zusammen an einer Aufgabe. Beide Schüler/innen haben dabei die gleiche Funktion. Beide bringen Ideen und Lösungsvorschläge ein. Dadurch finden sie vielleicht mehr Lösungen oder erreichen bessere Ergebnisse. Der soziale Anteil des Lernens ist dabei sehr wichtig. Bei der Ausführung am Computer wechseln sich die Schüler/innen ab. Nur eines der beiden bedient Maus und Tastatur ("Wer die Maus hat, hat die Macht."). Nach einer bestimmten Zeit wechseln die beiden Schü den Stuhl und somit auch die Bedienung von Maus und Tastatur. Klare Regeln sind wichtig und sind gerade Kindern, die Mühe haben in Partnerarbeiten, eine Hilfe.
Bei einer PA können die Rollen auch ungleich verteilt sein. Eines der Kinder könnte z.B. eine Experten- oder Tutorenrolle übernehmen und spezielles Wissen weitergeben. So wird vielleicht ein Kind von der Lehrkraft in eine Arbeit eingeführt. Nach getaner Arbeit gibt dieses Kind sein Wissen einem/r Partner/in weiter (Ablösemodell).
Durch die Zentrierung der Arbeit am Computer auf den Monitor und die örtlichen Verhältnisse im Schulzimmer ist die Gruppengrösse vorgegeben. Meist wird es sich dabei um Kleingruppen von 3-4 Schüler/innen handeln.
GA ist vor allem dann sinnvoll, wenn viele Ideen, Lösungen oder kreative Ansätze gesucht werden müssen. Auch hier ist die technische Bedienung von Maus und Tastatur wieder auf eine Schüler/in begrenzt und soll gewechselt werden (siehe Punkt PA).
Als Lehrkraft ist es unglaublich spannend und aufschlussreich, die Gespräche der Gruppe mitzuverfolgen. Die Gegenseitige Auseinandersetzung fördert den Lernprozess aller Beteiligten.
Als Einwand gegen die Partner- oder Gruppenarbeit am Computer nennen Lehrkräfte manchmal Lärm und Unruhe. Es werde zu laut und die Kinder störten einander.
Dies ist allerdings ein grundsätzlicher Einwand gegen den Einsatz von PA und GA. Wo mehrere Personen zusammenarbeiten wird geredet, diskutiert und verhandelt. Das ist Teil des sozialen Lernens. Bei der Arbeit am Computer ist das nicht anders.
Um Streitereien und Ungerechtigkeiten zu vermeiden sind allerdings gerade bei der Arbeit mit dem Computer klare Regeln wichtig:
Setze auch bei der Arbeit mit dem Computer bewusst verschiedene Sozialformen ein.
Liebe Grüsse
Thomas