ICT-Newsletter Schule Nürensdorf (Archiv)

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Liebe Kolleginnen und Kollegen

«Bilder lügen nicht!»
Diese absolute Aussage hat ihren Stellenwert längst verloren. Hatte sie zu Beginn der Fotografie noch Gültigkeit, hat sie mit der Digitalisierung von Fotos und Videos an Bedeutung eingebüsst. Längst können Bilder so manipuliert werden, dass dies rein optisch nicht mehr erkennbar ist.

Ein Anspruch der Medienpädagogik ist es, den Kindern einen kritischen Umgang mit Medien zu vermitteln. Das Thema der Bildmanipulation eignet sich sehr gut dazu.


1. Traum - Illusion - Bildlüge

Als Einstieg in die Thematik kann ich die Seiten «Traum - Illusion - Bildlüge» auf der Schulhomepage von Nürensdorf empfehlen. Ruedi Bürki hat diese Thematik im Rahmen des Unterrichts mit Sekundarschüler/innen aufgearbeitet.

Weitere Informationen:


2. Unterrichtsideen

Für Primarschüler/innen ist es wichtig, dass die Thematik von einer praktischen, lustvollen Seite angegangen wird. In einem ersten Schritt wird daher ein konkretes Projekt umgesetzt. Es werden hier zwei Unterrichtsideen genannt, bei denen mit einer Porträtfotografie jedes Kindes gearbeitet wird.

Beide Unterrichtsideen können sowohl von Unter- als auch von Mittelstufenschüler/innen umgesetzt werden. Voraussetzung ist ein Poträtbild jedes Kindes.


2.1 Verkleiden und Schminken

Anstatt sich nur real zu schminken und zu verkleiden (z.B. an Fasnacht), tun die Kinder das jetzt am Computer. Dazu wird das Bild des Kindes in einem Mal- oder Bildbearbeitungsprogramm eingesetzt und verändert. Es reicht dazu völlig aus Programme wie AppleWorks oder Paint zu benützen. Die Möglichkeiten der Manipulationen sind hier nur scheinbar kleiner, als in einem spezialisierten Programm wie Photoshop. Im viel komplizierteren Photoshop werden von den Kindern keine qualitativ besseren Lösungen erreicht.

Die Bilder können dann betrachtet und in einer Galerie im Schulzimmer aufgehängt werden.


2.2 Porträt manipulieren mit Pikipimp

Pikipimp bietet auf der Website an, hochgeladene Fotos auf einfachste Art mit zusätzlichen Accesoires zu versehen. Köpfe und Gesichter können mit Hüten, Bärten, Brillen, Zähnen und vielem mehr ausgestattet werden. Die Bilder werden schliesslich auf den eigenen Computer heruntergeladen und ausgedruckt.

Eine Anleitung für die Arbeit mit http://www.pikipimp.com/ liegt diesem Newsletter bei.


3. Medienpädagogische Fragestellungen

Beim Betrachten der Bilder mit der Klasse können neben dem Aussehen der Endprodukte auch allgemeine medienpädagogische Fragen diskutiert werden.

  • «Bilder lügen nicht.» Was meinst du zu dieser Aussage.
  • Wo findet man im Alltag manipulierte Bilder? Wo ist das problematisch?
  • Darf man mit Fotos machen, was man will? Gibt es Grenzen?
  • Wo ist Bildmanipulation sogar erwünscht?
  • Darf ich auch Porträts anderer verändern? (z.B. Teufelshörnchen aufsetzen)

Dieser Teil der gemeinsamen Reflexion ist ebenso wichtig, wie die eigentliche Arbeit am Computer.


Liebe Grüsse
Thomas