ICT-Newsletter Schule Nürensdorf (Archiv)

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Liebe Kolleginnen und Kollegen

Neben einigen anderen Unterrichtsbereichen steht auch der Informatik im Kanton Zürich kein fester zeitlicher Rahmen im Unterricht zur Verfügung. Vielmehr soll Informatik weitgehend fächerübergreifend unterrichtet werden.

Der Zürcher Lehrplan gibt zwar Ziele vor, schlüsselt diese aber nicht in verschiedene Stufenziele auf. Klar ist somit einzig, dass die Ziele bis zum Ende der Schulzeit erreicht sein müssen. Das bietet für Primarschullehrkräfte genug Spielraum, um die Inhalte und die Zielerreichung an die nächste Stufe zu delegieren. Dadurch wird der Einsatz von Computern im Unterricht der Primarschule relativ unverbindlich. Schulinterne Abmachungen sind da sicherlich sinnvoll.

Der Blick in den Lehrplan lohnt sich aber dennoch. Dadurch kann erkannt werden, welche Ziele wir im Unterricht beim Einsatz von Computern bereits jetzt erreichen. Zudem zeigt er auf, welche Ziele der Stufe entsprechend noch bewusst angegangen werden sollen.

Im Lehrplan werden folgende fünf Bereiche genannt:

  • Orientierungswissen
  • Grundlegende Arbeitsweisen
  • Kreatives Arbeiten
  • Informationsbeschaffung und Lernen
  • Wertvorstellungen klären

Hier werden die einzelnen Bereich ganz kurz erläutert. Ich stelle hier ganz bewusst eine verkürzte und vereinfachte Sicht dar.


Orientierungswissen

Die Schüler/innen wissen, wo Informationstechnologien zum Einsatz kommen (Computer, Handy, Billetautomat, u.a.m.). Sie kennen zudem einzelne Komponenten von Informatik (Maus, Drucker, u.a.m.). Die Schüler/innen erkennen das EVA-Prinzip (Eingabe-Verarbeitung-Ausgabe) bei der Arbeit mit Computern.


Grundlegende Arbeitsweisen

Die Schüler/innen erlernen grundlegende Fertigkeiten für den praktischen Einsatz von Computern. Sie können z.B. Dokumente öffnen und speichern. Sie wissen wie man etwas kopiert und einsetzt. Sie können Texte und Werte eingeben oder danach suchen.


Kreatives Arbeiten

Die Schüler/innen setzen Computer ein, um kreative Arbeiten oder Aufgabenstellungen umzusetzen. Sie malen ein Bild oder nehmen Töne auf. Sie stellen Produkte her, mit denen Sie andere informieren (Präsentation als Ergänzung zum Vortrag). Die Schüler/innen nutzen Computer auch zur Kommunikation (z.B. eMail) und kennen die entsprechenden Umgangsformen in diesem Medium.


Informationsbeschaffung und Lernen

Die Schüler/innen setzen den Computer zum Lernen ein (z.B. mit Lernsoftware). Neben den traditionellen Mitteln (Bücher, u.a.) nutzen die Schüler/innen auch den Computer zur Informationsgewinnung (CD-ROM, Internet). Dabei gilt es immer auch die die Quellen zu hinterfragen: Stimmt das? Von wem ist das? Ist die Quelle zuverlässig?


Wertvorstellungen klären

Die Vielfalt von Informatikmitteln und Informationsquellen bringt zwingend eine kritische Auseinandersetzung mit sich. Informationen: Sind die gefundenen Informationen richtig und wichtig? ("Google hat nicht immer recht!") Wie finde ich glaubwürdige Informationen?
Eigener Umgang: Welche Mittel/Geräte nutze ich? Weshalb? Welche Einstellung habe ich zu Computer und lernen? u.s.w.



Überlege dir doch mal, in welchem der fünf Bereiche du den Computer im Unterricht einsetzt.


Liebe Grüsse
Thomas